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Bürgermeisterkandidatin Kanya Pawlewicz-Rupp fordert Beteiligung der Kommunen
Verkehrsplanung Stadt und Landkreis: Vorschläge können Nachteile für Reinheim bringen

Auf Einladung der Odenwaldbahninitiative hat Bürgermeisterkandidatin Kanya Pawlewicz-Rupp (Reinheimer Kreis) bei einer Diskussionsveranstaltung eine stärkere Beachtung der Interessen Reinheims bei der gemeinsamen Verkehrspolitik von Stadt Darmstadt und Landkreis Darmstadt-Dieburg angemahnt. Das gelte insbesondere für die Vorschläge der Stadt- und Landkreis-SPD, in denen die Interessen Reinheims keine Rolle spielten. Es sei ernüchternd, dass sich darin überhaupt keine neuen Vorschläge und Initiativen fänden, außerdem bestehe die Gefahr, dass die derzeit diskutierten Vorschläge eine Verschlechterung der ÖPNV-Verbindungen für Reinheim bringen werden.

Denn aus der Machbarkeitsstudie des ZIV (Zentrum für Integrierte Verkehrsplanung) für die Straßenbahn nach Groß-Zimmern gehe klar hervor, dass alle Busse aus dem östlichen Landkreis darauf „gebrochen“ werden sollten. Das bedeute, dass es von Reinheim keinen Direktbus nach Darmstadt mehr geben werde, wenn die Straßenbahn erst gebaut sei. Die Reinheimer müssten dann kurz vor den Toren Darmstadts in die Straßenbahn umsteigen, die vor allem während des Berufsverkehrs überfüllt sein dürfte, so wie es jetzt bereits für die Odenwaldbahn gelte. Ähnliches gelte auch für das Modell der Sammelbusse. Auch dieses beinhalte, dass es Zubringerbusse gebe, sodass viele Fahrgäste mit Ziel Darmstadt mindestens einmal umsteigen müssten. In Gefahr sieht Kanya Pawlewicz-Rupp hier vor allem den Schnellbus RHX, der ja erst vor wenigen Monaten eingerichtet werden konnte. Selbst wenn dieser als Sammelbus erhalten bleiben sollte, so könnte darin der Platz sehr eng werden, weil er auch von Fahrgästen aus dem Fischbachtal, dem Gersprenztal und u.U. sogar aus Ober-Ramstadt genutzt werden müsste. Bei alledem sei zu befürchten, dass der ÖPNV dann so unbequem werde, dass gleich aufs Auto umgestiegen und damit genau das Gegenteil des Gewollten erreicht werde.

Die Forderung, dass Stadt und Landkreis endlich gemeinsam planen müssten, begrüßte Pawlewicz-Rupp. Bei dem zu schaffenden Runden Tisch müssten aber auch die betroffenen Landkreiskommunen aus dem Ostkreis – auch Reinheim – mit berücksichtigt werden, um die beschriebenen Fehlentwicklungen vermeiden zu können. Ziel müsse außerdem sein, die Kapazitäten der Odenwaldbahn kurzfristig weiter zu erhöhen, statt lange auf Studien zu warten, den RHX auch am Wochenende anzubieten, und das völlig unsinnige Tarifgefüge des RMV zu verändern, damit der ÖPNV weiter an Attraktivität gewinnen könne. Es sei völlig unverständlich, weshalb hier teilweise kürzere Strecken teurer als längere seien, nur weil eine Tarifwabe gestreift werde. „Das zu ändern würde deutlich mehr bringen als große, teure und nicht zu Ende gedachte Großprojekte.“ Kanya Pawlewicz-Rupp rief beide Seiten, Stadt und Landkreis, dazu auf, endlich die parteipolitische Brille abzulegen und gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Alle Beteiligten trügen schon seit Jahrzehnten Verantwortung und hätten längst Gelegenheit gehabt, die Verbesserungen zu erreichen, die nun so kontrovers diskutiert würden.

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