Am 26. Mai Kanya wählen!

Soziales Reinheim


Familien stärker unterstützen


Als Bürgermeisterin von Reinheim werde ich die in den vergangenen Jahren erreichten Errungenschaften in Sachen Kinderbetreuung erhalten und systematisch weiter ausbauen, damit sich die Familien vorrangig selbst helfen können. Nachdem es gemeinsam gelungen ist, die Kindergartenbeiträge auf Null zu reduzieren, müssen wir daran gehen, auch die Gebühren für den Besuch der U3-Betreuung ebenso spürbar zu senken wie die von den Eltern zu tragenden Kosten der Grundschulbetreuung. So leisten wir nicht zuletzt auch einen entscheidenden Beitrag gegen Armut in Reinheim. Armut trifft heute vor allem Familien mit Kindern. Jedes fünfte Kind ist von Armut bedroht und abhängig von staatlichen Sozialleistungen. Alleinerziehende sind davon besonders häufig betroffen und brauchen die Unterstützung der Gemeinschaft.
Als Bürgermeisterin von Reinheim werde ich den bürokratischen Unsinn bei der Vergabe von Windelsäcken beenden und die Weichen dafür stellen, dass alle Berechtigten ausreichend Windelsäcke erhalten können. Das betrifft nicht nur Familien mit Kindern, sondern mehr noch Familien mit pflegebedürftigen Erwachsenen. Die derzeitige Praxis der Beschränkung auf wenige Windelsäcke verursacht durch den Arbeitsaufwand unangemessen hohe Kosten, die lieber den Betroffenen zugutekommen sollen.

Netzwerk Soziales Reinheim schaffen


Als Bürgermeisterin von Reinheim werde ich mich dafür einsetzen, dass sich unsere Stadt stärker im sozialen Bereich engagiert. Dafür brauchen wir ein „Netzwerk Soziales Reinheim“, das sich regelmäßig mit politischen Akteuren trifft und Lösungen findet, wie die Situation von Menschen in schwierigen Lebenssituationen weiter verbessert werden kann. Teil dieses „Netzwerkes Soziales Reinheim“ sollen nicht nur bürgerschaftliche Initiativen wie die Tafeln, die Sozialvereine und -verbände sein, sondern auch wichtige private Akteure wie die Pflegedienste, die Nieder-Ramstädter Diakonie, kirchliche Sozialeinrichtungen usw.
Als Bürgermeisterin von Reinheim werde ich es nicht weiter akzeptieren oder tolerieren, dass Menschen auch in Reinheim in akuter Not leben müssen und durch das soziale Netz fallen. Ein wirklich soziales Reinheim lässt niemanden zurück, am wenigsten Alte, Kranke, Menschen mit Handicap oder Kinder!

Armen und obdachlosen Menschen helfen und ihre Eigenverantwortung stärken

In Reinheim lebt eine nicht kleine Zahl von Menschen, die Hartz IV bezieht oder von anderen staatlichen Leistungen abhängig ist. Diese Menschen benötigen oft mehr Unterstützung und Beratung bei der Antragstellung (Ausfüllhilfen) sowie bei der Überprüfung der leider zu oft grob fehlerhaften Bescheide des Jobcenters. Hier kann die Stadt Reinheim selbst einiges tun, beispielsweise mit eigenem Personal (Schaffung einer zusätzlichen Funktion im Sozialamt). Sie kann aber auch die sozialen Hilfsvereine in Reinheim fördern und unterstützen, die sich um diese Menschen kümmern (z.B. durch finanzielle Förderung oder die Unterstützung von Fortbildungsmaßnahmen usw.).

Die Stadt Reinheim sollte auf jeden Fall die Pläne des Landkreises Darmstadt-Dieburg unterstützen, eine kreisweit tätige Beratungsstruktur Hartz IV/SGB II durch private soziale Einrichtungen aufzubauen. Sie muss aber gleichzeitig darauf achten, dass diese Beratungen auch vor Ort in Reinheim und in allen seinen Stadtteilen in Anspruch genommen werden können, damit die Betroffenen von weiteren Fahrtkosten verschont bleiben können.

Selbstverständlich muss auch von Menschen in schwierigen Lebenssituationen ein Eigenbeitrag dazu verlangt werden, dass ihre Situation verbessert wird. Nur sie selbst können ihre jeweilige Lebenssituation dauerhaft verbessern, benötigen dabei aber professionelle Hilfe. Dafür will ich kompetente und dauerhafte sozialpädagogische Betreuungsangebote schaffen, die den Betroffenen zurück ins Leben helfen. Wohnungslose und andere Menschen in schwierigen Lebenssituationen müssen aktiv Hilfsangebote erhalten, u.a. durch aufsuchende Sozialarbeit.

Als Bürgermeisterin von Reinheim werde ich es nicht weiter akzeptieren oder tolerieren, dass wohnungslose Menschen in völlig verdreckten, nur schlecht heizbaren und seit Jahrzehnten vernachlässigten städtischen Absteigen hausen müssen, wie es derzeit leider noch immer der Fall ist.

„Soziale Stadt“ und Gemeinwesenarbeit nutzen


Als Bürgermeisterin von Reinheim werde ich dafür sorgen, dass die Arbeitsgruppe „Förderprogramm Soziale Stadt“ wieder einberufen wird, um die Beantragung weiter vorzubereiten. Mit diesem Förderprogramm haben wir die Chance, seit vielen Jahren in anderen Städten bewährte Konzepte der sozialen Arbeit, wie das Konzept der Gemeinwesenarbeit, auch in verschiedenen Reinheimer Quartieren erfolgreich umsetzen zu können. Damit werden soziale Problembereiche, die es heutzutage in jeder Stadt gibt, positiv verändert und den dort lebenden Menschen, insbesondere Frauen und Kindern, bessere Chancen auf ein selbstbestimmtes und erfolgreiches Leben eröffnet. Auch das gehört zur Modernisierung der Politik in unserer Stadt zwingend dazu.

Streetworker/aufsuchende Jugend-Sozialarbeit schnell wieder aufbauen


Als Bürgermeisterin von Reinheim werde ich dafür sorgen, dass die aufsuchende Jugend-Sozialarbeit durch einen Streetworker so schnell wie möglich wieder aufgenommen wird. Sie muss mit einem Jugendförderungskonzept verbunden, weiter entwickelt und gestärkt werden. Dazu müssen angemessene Beschäftigungsbedingungen für den Streetworker geschaffen werden und auch in den Stellenausschreibungen erkennbar sein.

Hinsichtlich der steigenden Drogenkriminalität ist die gute Zusammenarbeit mit der Polizei vertrauensvoll fortzusetzen. Wir müssen stärker und entschlossener gegen die Drogenkriminalität vorgehen. Vor allem aber gehört zu einem modernen Jugendförderungskonzept, jungen Menschen eine Anlaufstelle und einen offenen Ort für Gemeinschaft und Freizeit (Jugendtreff) anzubieten, aber auch eine aktive Drogenprävention, die mit den Angeboten der Schulen vernetzt ist.

Menü schließen